Um die Jahrhundertwende halfen sich die Musiker von Oberthingau, Aitrang und Unterthingau bei besonderen Anlässen gegenseitig aus; die Proben fanden in der Heumühle, dem ungefähren Mittelpunkt statt. Weil einige ältere Musiker ausschieden oder verstarben, kam Nachwuchs hinzu. Das folgende Foto aus dem Jahr 1902 wurde vor der Felderwirtschaft aufgenommen.

Musikkapelle von 1902 - stehend von links: Peter Erdt, Alban Hörmann, Michael Pfefferle - sitzend: Josef Haggenmüller, Andreas Trunser, Kalistus Wiedemann, Wilhelm Schindele, Franz Reitebuch - liegend: Franz Hörmann, Johann Kuisle

Die Besetzung änderte sich jedoch bald erneut und wurde wieder auf neun Musiker beschränkt. Die Proben - sie fanden damals noch nicht regelmäßig statt - hielt Dirigent Hörmann in seiner Wohnung ab. "Zu dieser neunstimmigen Besetzung", schreibt der Chronist, "gab es aber ständig noch einen zehnten Anwesenden, ohne ihn konnte keine Probe gehalten werden. Sein Platz war in nächster Nähe der Musikanten. - Es war dies ein Faß Bier, und nicht das kleinste". Man sieht, dass sich manche Traditionen bis auf den heutigen Tag erhalten haben!

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